Bekanntes über die Geschichte des Peiner Schachvereins

Gründung

Die Anfänge des Schachgeschehens in der Stadt Peine liegen derzeit noch im Dunkeln. Fest steht, dass der am 1. August 1933 gegründete und heute noch existierende Schachverein einen Vorläufer hatte, der sich aus unbekannten Gründen auflöste. Die Mitglieder des neuen Schachvereins waren, soweit bekannt, im Wesentlichen identisch mit denen des ersten Schachvereins in Peine. In diese Zeit fällt auch das bisher einzige Remis eines Peiner Spielers gegen einen aktiven Weltmeister: Walter Krause erkämpfe dies im Mai 1943 in Braunschweig bei einem Simultanspiel gegen Alexander Aljechin.

Nachkriegszeit

Zum Ende des Krieges erlahmte in Peine wie auch andernorts das Schachleben, die Kassenbuchführung wurde Ende 1943 eingestellt und erst im April 1946 wieder aufgenommen. Das Vereinsvermögen betrug 1948 nach der Währungsreform noch 5,40 DM und dies erklärt, warum damals u. a. Schachuhren in Raten und Figuren einzeln gekauft und bezahlt wurden. Polizeistundenverlängerungen mussten beantragt und mit 10 DM teuer bezahlt werden.

1953 - 1972

1953 trat der Peiner Schachverein dem Schachbezirk bei. Simultanspiele stellten einen ständigen Begleiter der Peiner Schachgeschichte dar, so spielten IM Ludwig Rellstab (1958), IM Laszlo Sapi aus Ungarn (1978), IM Ortvin Sarapu (Neuseeland, Interzonenturnierteilnehmer 1968), GM Lothar Schmid (1988) und GM Rafael Waganjan (Armenien, 1993) in Peine.

1972 - 90er Jahre

1972 im Zuge des Bobby-Fischer- und Robert-Hübner-Booms erhöhten sich die Mitgliedzahlen wieder auf ca. 50 Personen, von denen fast die Hälfte Jugendliche waren. Seit dieser Zeit (mit einer vorzeitigen Ausnahme im Jahre 1949) stellt der Verein auch jeweils mindestens 3 Mannschaften bei den regulären Mannschaftsmeisterschaften.

90er Jahre - heute

Die Mitgliederzahlen gingen trotzdem wieder zurück und erst 1984/85 wurden aufgrund einer verstärkten Jugendarbeit und der medienträchtigen Karpow-Kasparow-Auseinandersetzungen wieder Mitgliederzahlen von über 60 Leuten erreicht. In diese Zeit fallen auch die sportlichen Höchstleistungen des Vereins, wie auch seiner Einzelmitglieder: Die erste Mannschaft spielte in der Landesliga, die Jugendmannschaft ebenfalls in der Landesliga. Henrik Schmidt wurde Norddeutscher Mannschaftsmeister mit dem Team Niedersachsen II und 5. bei den Deutschen Meisterschaften der D-Jugendlichen.

Heute hat der Verein 61 Mitglieder, stellt vier Mannschaften und spielt mit der "Ersten" in der Verbandsliga.